Täuferbewegung

Täuferbewegung

Die konfessionellen Wurzeln der Mennoniten liegen in der Reformationszeit. Täufer unterschiedlichster Prägung traten auf und kämpften auf der Grundlage der neutestamentlichen Schriften für eine Reformation, die meist radikaler war als die eines Luther oder Zwingli. Sei es in der Schweiz, in Süddeutschland oder in den Niederlanden: überall gab es Menschen, die alles in der Kirche in Frage zu stellen bereit waren, wofür sie keine Begründung im Neuen Testament (NT) zu finden glaubten. Sie wollten nicht den gemäßigteren Reformatoren folgen, die auch weiterhin alles zu erlauben bereit waren, was nicht ausdrücklich im Widerspruch zum NT stand. Die Täufer lasen selbst die Bibel, oft in kleinen Gruppen, auf der Suche nach den Richtlinien für ein Leben in der Nachfolge Christi. Aufgrund dieser Schwerpunktsetzung kam es auch zu einer klaren Vorrangstellung des Neuen gegenüber dem Alten Testament. Nichts von den Geboten Christi sollte uminterpretiert oder künstlich abgeschwächt werden. Die Bergpredigt wurde schließlich zu einer der zentralen Stellen und ist es bis heute. Der daraus resultierende absolute Gewaltverzicht und die Weigerung, Eide zu schwören, um nicht konkurrierende Bindungen einzugehen und zum Zeichen der Wahrhaftigkeit in jeder Situation, kennzeichnen noch heute die Mennoniten. Daß man kein politisches Amt übernehmen solle und in Streitfragen auch kein weltliches Gericht anzurufen sei, war immer umstritten und ist heute nur noch für wenige von Bedeutung.


Weitere Informationen über Mennoniten

erhalten sie unter www.mennoniten.de


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